Allgemein / Montag, 07.07.2014

Löws fünftes Halbfinale ist ein Erfolg

Am Dienstag steht das vorletzte Spiel der Nationalmannschaft in Brasilien auf dem Programm. Ich werde nicht auf dem Platz stehen – und das ist wahrscheinlich auch besser so

Ich muss offen und ehrlich zugeben, dass ich kein guter Nationalspieler wäre. Das hat natürlich mehrere Gründe. Zum einen bin ich technisch wahrscheinlich leider doch ein wenig zu limitiert, obwohl ich einst keine allzu schlechte Figur in der Kreisliga bei DuWO 08 gemacht habe. Und auch bei meinen Kickrunden Dienstags (Kieler Straße), Donnerstags (ETV-Platz) und Sonnabends (Haltenbek-Rellingen) gelingt mir mal das eine oder andere Tor. Doch für einen Platz in Löws 23-Kader dürfte es eng werden, das muss ich selbstkritisch zugeben. Doch nach einem „zum einen“ kommt ja auch noch ein „zum anderen“. Und Grund Nummer zwei ist der entscheidende: Mir fehlt der absolute Siegerwillen, das sogenannte Bayern-Gen (das hat in Hamburg offenbar leider niemand).

Ich vertrete nämlich tatsächlich die Minderheitenmeinung, dass der fünfte Einzug in ein Halbfinale in Folge bereits ein großer Erfolg ist. Und es kommt noch schlimmer: Wenn ich die Gewissheit hätte, dass Deutschland auch bei den nächsten fünf Turnieren ins Halbfinale einzieht, dann würde ich dafür auch auf den Titel verzichten. Schlimm, oder? Denn mit dieser selbstzufriedenen Einstellung wird man garantiert nicht Weltmeister. Das gute: Da Löw aus möglicherweise nachvollziehbaren Gründen auf meine Dienste verzichtet hat, braucht sich Fußball-Deutschland keine Sorgen machen. Die mir gegenüber bevorzugten Nationalspieler habe eine andere Einstellung als ich: sie wollen unbedingt ins Finale. Und sie wollen unbedingt Weltmeister werden. Und deshalb werden sie auch Weltmeister. Hoffentlich zumindest…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.